Asiatische
Kampfkünste werden nicht einfach in einer Turnhalle geübt, sondern
im Dojo. Ursprünglich kommt der Begriff Dojo aus dem Buddhismus und
bezeichnet einen Ort der Selbstfindung und der Meditation. Später
veränderte er seine Bedeutung und man verstand darunter den Ort an
dem die Kampfkünste geübt werden. Der Sinn jedoch blieb derselbe.
Für jeden ernsthaft Übenden ist das Dojo auch heute eine Stätte
der Meditation und Konzentration, ein geehrter Ort des Lernens, der Brüderlichkeit,
der Freundschaft und des gegenseitigen Respekts. Es ist mehr als nur ein
Begriff - es steht symbolisch für den Weg der Kampfkunst.
In unserem Verein legen wir neben der Durchführung von qualitativ
hochstehenden Trainings besonderes Gewicht auf die Pflege der ethischen
und philosophischen Werte der Kampkünste. Budo hat neben einer abwechslungsreichen
Art der Körperertüchtigung und verschiedensten Wettkampfformen
einiges mehr zu bieten. Das Budotraining, mit der richtigen Grundeinstellung
ausgeübt, trägt in einem hohen Masse dazu bei, den Charakter
zu schulen und die eigene Persönlichkeit Schritt für Schritt
weiter zu entwickeln. Das seriöse Trainieren einer Kampfkunst soll
dazu beitragen Respekt und Rücksichtnahme für seine Mitmenschen
zu entwickeln. Ziel der Begründer der modernen Budosportarten wie
z.B. Jigoro Kano, Morihei Ueshiba und Gishin Funankoshi war nicht aus
möglichst vielen Menschen Kampfmaschinen zu machen, sondern den Menschen
ein Instrument zur körperlichen und geistigen Vervollkommnung in
die Hand zu geben.
Die innere Einstellung zum Ort des Trainings, dem Dojo, spielt dabei eine
besonders wichtige Rolle. Jeder Budoka sollte sich der Bedeutung und der
Würde des Dojos bewusst sein. Dabei geht es nicht darum, sich in
starren Formen zu verlieren. Ein herzliches Lachen passt ebenso gut in
ein Dojo wie ein seriöser Trainingsbetrieb.
Jedes gut geführte Dojo verfügt über sog. Dojo-Regeln.
In diesen wird das Verhalten bzw. das Benehmen im Training geregelt. Obwohl
diese Dojo-Ordnung von jedem Club oder jeder Schule individuell gestaltet
wird, sind die Inhalte grösstenteils die selben. Die Regeln basieren
auf den traditionellen Umgangsformen (Saho) in japanischen Dojos. Einige
dieser Regeln sind rein praktischer Natur andere wie z.B. der Gruss (Rei)
haben einen tieferen philosophischen Hintergrund.
Wir legen in unserem Dojo grossen Wert auf die Einhaltung dieser Regeln
und hoffen, dass sie jedem einzelnen Budoka helfen, die asiatischen Kampfkünste
in ihrer ganzen Breite zu erfahren.
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