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Das Kodokan-Emblem wird häufig bei Personen gesehen, die Judo betreiben.
Viele fragen sich, für was dieses Symbol steht. Da der Kodokan die
erste Schule für Judo war, die außerdem von Jigoro Kano gegründet
wurde, ist sie noch immer die internationale technische Autorität für
Judo, deren Symbol in vielen Dojos, Büchern und auf Judogis gefunden
werden kann. Das Symbol wird sowohl in Verbindung mit den japanischen Schriftzeichen "Ju" (Sanftheit, Weichheit, nachgeben oder Flexibilität) und "Do" (Weg, Straße, Pfad oder Lehre) verwendet als auch ohne. Die Kirschblüte wurde von den japanischen Samurai als ein besonders schönes und wichtiges Symbol angesehen, da diese - im Zenit ihrer Schönheit und Pracht - unausweichlich zu Boden fällt um zu vergehen. Die Samurai mussten von ihrem Selbstverständnis her ebenfalls zur Selbstaufopferung auf der Höhe ihrer physischen und mentalen Leistungsfähigkeit bereit sein. Die Kirschblüte bildete die Grundlage für Meditationen darüber, dass dies der natürliche Gang der Dinge und auch schön und wunderbar sei. Denn das Leben kann von eben solcher zerbrechlicher Schönheit und Leichtigkeit sein wie die fallende Kirschblüte, und es gibt eine natürliche Zeit für alle schönen Dinge zu vergehen. Die Samurai unternehmen große Anstrengungen, den Sinn von Leben und Tod zu erfassen. Die Meditation über die Blüte des Kirschbaumes half ihnen dabei. Der daraus resultierende Frieden entstand aus einer Mischung aus innerer Stärke, Kraft und Kampfgeist, welches im Kodokan-Emblem durch den roten Kreis im Zentrum symbolisiert wird. Durch das Studium von Angriff und Verteidigung lernen auch wir unseren Geist und unseren Körper in Harmonie zu bringen und beides zu lernen: Hart zu kämpfen und sanft nachzugeben. Das Standard-Emblem des Kodokan ist eine achtblättrige Kirschblüte. Sie wurde von den mittelalterlichen Samurai gewählt, weil die Blüte dann den Höhepunkt ihrer Schönheit erreicht, wenn sie - losgelöst von ihrem Ast - auf dem Höhepunkt ihrer Schönheit, dem Tod geweiht ist. Das Symbol steht auch für den Grad der individuellen inneren Größe, welche mit dem Satz "Stark im Innern aber sanft nach Außen" ausgedrückt wird. Die feuerrote Farbe des Zentrums steht für das "Feuer", die Leidenschaft des Individuums. Der Geist des Kodokan verbindet die Stärke von rotglühend geschmiedetem
Eisen im Inneren mit der seidigen Geschmeidigkeit der weißen Blüte.
Dies steht symbolisch für die Einheit von körperlicher Stärke
und widerstehender Geschmeidigkeit mit der Flexibilität des reinen
Geistes, der bei Judokas mit dem schwarzen Gürtel entwickelt sein
sollte. Er ist ein Zeichen der persönlichen Vollendung.
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11.05.2002
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